April 26, 2007
Für alle Fashionistas
April 22, 2007
Die Sonne scheint immer auf die Little 5
April 20, 2007
Überwältigt
Vor zwei Wochen war ich in Chicago und eigentlich ist seit dem Endzeitstimmung eingebrochen. Ich hatte meine letzte Woche bei meinem Praktikum bei Hirons, weil ich meinen Chef um die letzten zwei Wochen im Semester gebeten hatte, um mich komplett auf die Uni und auf mein Privatleben konzentrieren zu können. Ich schreibe also momentan volkommen konzentriert an 2 Papers für meine Kurse und habe am Montag in 2 Wochen mein Final in meinem Architekturkurs. In meinem zusätzlichen Independent Studies Kurs mit Prof. Polsgrove in Vorbereitung meiner Magisterarbeit läuft es auch ganz gut. Ich hatte zwischendurch mal die Sorge, dass ich mit dem Thema nicht vorwärts komme, aber nun hat sie mich sogar gebeten anstelle einer normalen 30-Seiten Hausarbeit einen Entwurf für einen Artikel zu schreiben, den ich dann bei einer akademischen Publikation zur Veröffentlichung einreichen werde und die Daumen drücke, dass sie vielleicht interessiert sind. Aber mal abgesehen von meiner erfüllten Zeit in der Bibliothek, kann ich mich auch ansonsten nicht beklagen. Ich verbringe so viel wie möglich Zeit mit meinen Freunden, da uns allen bewusst ist, dass wir dafür nicht mehr viel Zeit haben und ich nicht die Einzige bin für die im Mai ein sogenannter "Lebensabschnitt" zu Ende geht. Und wenn ich momentan in meinen Kalender schaue, ist aufgrund ausgefüllter Tagesplanung in den nächsten zwei Wochen schneller Mai als mir lieb ist.
Dieses Wochenende ist der große Auftakt. Morgen hat Canvas, das Magazin bei dem ich mitarbeite, große Premiere und zehn-jähriges Jubiläum. Darauf haben wir jetzt fast ein Jahr hingearbeitet und natürlich sind die letzten Minuten vor dem großen Ereignis nochmal voll von Panik, letztem Schliff und Aufregung. Danach veranstaltet das International Center eine kleine Semesterabschlussparty für alle freiwiligen Helfer und da ich dann wahrscheinlich schon in Feierlaune bin, gehts gleich weiter. Im Anschluss daran gehts dann zur Freitagstradition in die all-freitagliche Ausstellungseröffnung in den Fine Arts und danach auf ein Gläschen Wein in die Stadt.
Eben diese wird aber diese Wochenende aus allen Nähten platzen, da es das Wochenende der Little 500 ist. Dieses traditionelle Fahrradrennen (am Freitag die Frauen, am Samstag die Männer) ist das wichtigste Ereignis mit langer Geschichte hier in Bloomington. Gäste aus ganz Indiana, Familienmitglieder und Partyfreunde bevölkern also von morgen an die Straßen der idyllischen Kleinstadt. Ich werde am Samstag zum Rennen der Männer gehen. Wer mich kennt, weiß dass ich nicht gerade für Sportereignisse brenne, aber ich denke mal das kann ich mir nicht entgehen lassen. Für alle, die es interessiert: der Film "Breaking Away" wurde hier über dieses Ereignis und dessen Bedeutung gedreht und hat Kultstatus. Am Samstagnachmittag nach dem Rennen werde ich dann auf dem Weg zur Junggesellinenfeier meiner Freundin Jennifer (siehe Chicago Post) sein. Für den öffentlichen Teil gibts Wein und Tee mit den Frauen der Familie, aber am Abend sind wir dann auf uns gestellt und werden uns unter das Little 5 Partyvolk mischen.
Am Sonntag siehts dann ein bisschen ruhiger aus, aber geplant ist auf jeden Fall ins tibetanische Kulturzentrum für das rituelle Singen zu gehen und anschließend dort zu essen. Am nächsten Wochenende geht es dann für einen Kurzausflug nach Louisville, Kentucky, und das folgende Wochenende ist vollgepackt mit Semesterabschlussveranstaltungen. Graduation und ein von mir organisierter Brunch stehen auf dem Plan. In den Wochen zwischendrin werde ich also nur noch meine Papers fertig stellen und lernen, meine Sachen zusammen packen, dann irgendwann die Wohnung ausräumen und mich um alles mögliche Organisatorische kümmern, und meine letzten Tage hier in vollen Zügen genießen. Um mein Gefühl der Überwältigung vielleicht noch besser zu erklären, wird all das auch noch von der Vorfreude auf meine Familie, Matthias, meine Freunde und Berlin überschattet und ist in die Aufregung für meine Reise nach Kalifornien und Argentinien im Mai gewickelt. Ich gelobe aber Besserung und versuche in Zukunft zumindest visuell meine Ereignisse mit euch zu teilen. Ich hoffe ihr seid so aufgeregt und erwartungsvoll wie ich!April 04, 2007
Und mal wieder Chicago
März 25, 2007
Politik auf argentinisch

Ein weiteres politisches Highlight fand vergangene Woche in Buenos Aires statt. Der amerikanische Präsident George W. Bush besuchte während seiner Lateinamerika-Tour seine befreundeten Amtskollegen. Argentinien stand ebensowenig auf der Besuchsliste wie Venezuela. Der venezolaner Chavéz startete daraufhin zeitgleich seine ganz persönliche Latino-Tour. Er besuchte ebenfalls seine Freunde und versuchte sich immer möglichst nahe an den Orten aufzuhalten, an denen der Amerikaner weilte. Bush besuchte also unter anderem auch den argentinischen Nachbarn Uruguay in dessen Hauptstadt Montevideo. Buenos Aires liegt am Südufer des Río de la Plata und Montevideo genau gegenüber am Nordufer. Auf Einladung Kirchners reiste Chavéz nach Argentinien, um seinem Lieblingsfeind möglichst nahe sein zu können.

Obwohl Kirchner bei dieser Rede in einem Fußballstadion nicht anwesend war, verlor er doch seinen neutralen Status in der diplomatischen Auseinandersetzung zwischen Venezuela und den Vereinigten Staaten. Ob das gut oder schlecht für Argentinien ist, kann ich leider nicht wirklich beurteilen. Mit Chavéz einigte er sich auf jeden Fall auf eine engere Zusammenarbeit. Das wohl interessanteste Projekt ist eine geplante Pipeline von Venezuela über Brasilien nach Argentinien. Dort soll dann das Erdgas veredelt werden und die Ost-Latino-Achse unabhängiger und vor allem auch wirtschaftlich leistungsfähiger machen.
Ein ganz anderes aber nicht minder interessantes Polittheater findet ebenfalls zur Zeit in Buenos Aires statt. Es stehen nämlich Wahlen an. Der Posten des Gouverneurs von Buenos Aires wird neu vergeben und so entbrennt momentan das politische Spektakel.
Der Präsident des Fußballvereines Clúb Atletico Boca Juniors, Mauricio Macri, hat ebenfalls seine Kandidatur bekannt gegeben. Macri, nennt sich selbst rechtsliberal, ist zufällig einer der reichsten Menschen in seinem Land. Hauptberuflich ist er der Chef der Macri-Gruppe. So gehören ihm Autobahnen, Autofabriken und etliche andere mehr oder weniger große Firmen, von den allein die "Sideco" mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr einbringt. Macri ist sehr ehrgeizig und möchte in nicht all zu ferner Zukunft auch Präsident sein. Seine Familie profitierte vor allem vom so genannten Neo-Liberalismus in Argentinien während der 90 Jahre. Der damalige Präsident Menem koppelte unter anderem den Peso an den Dollar. Somit bescherte er seinem Land einen unerwarteten Aufschwung und Reichtum. Da die Wirtschaft diese Koppelung aber nur künstlich, und zwar mit nicht gerade wenigen Schulden im Ausland aufrechterhalten konnte, platzte eine riesiege Seifenblase im Jahr 2001, als sich der Peso von ganz allein wieder auf seinen eigentlichen Wert korrigierte. Die Unterschicht verlor während dieser verheerenden Krise ihr ganzes Hab und Gut- die Mittel- und Oberschicht überstand diesen Crash relativ unbeschadet und die ganz Großen hatten schon im Vorfeld genug von dem Reichtum auf die sichere Seite gebracht und intelligent investiert. Macri besitzt zum Beispiel auch Firmen in China.
Bei der Inflation verlor der Peso fast seinen dreifachen Wert. Der Fußballverein Boca Juniors befand sich ohnehin schon in einer armen Gegend von Buenos Aires. Doch nach der Krise verreckten die Menschen förmlich auf der Straße.
Der gute Herr Macri möchte nun Gouverneur werden und startet seinen Wahlkampf stilsicher auf einer Müllkippe in Villa Lugano, einem der allerärmsten Viertel der Hauptstadt. Im Arm ein kleines Mädchen mit verrotzter Nase haltend sagt er, dass er hier sei um den Leuten zu zeigen, dass es in Buenos Aires nicht überall aussehe wie in den Nobelstraßen Callao und Alvear. Die Müllkippe ist das Zuhause des kleinen Mädchen mit dem T-Shirt I love Argentinien.
Darüberhinaus, darf man nicht vergessen, dass er ja nebenbei noch zufällig den größten Fußballverein in ganz Südamerika leitet. Ein Fußballverein wird in Argentinien zum Einen von der Geschäftsführung geleitet, zum Anderen aber auch von den Barra Bravas. Diese Hooligans organisieren den ganzen nicht wirtschaftlichen Teil des Vereines. Auswärtsfahrten, Mitgliederakquise, und alles was noch anfällt und eben auch erledigt werden muss.Die Chefs der Barras sind somit fast ebendso mächtig wie der Präsident selbst, da die Massen ihm Folgen. Und: ohne die Barras kann sich kein Präsident an der Spitze eines Vereines halten. Also gibt es immer wieder kleine Geschäfte zwischen "oben" und "unten". Der Präsident von Gimnasia de La Plata hat zum Beispiel einmal seinen Barras eine kleine Bäckerei gekauft, samt Maschinen und Immobilie. Warum weiß keiner, aber denken können sich es alle. Bei River durften sich die Barras sogar ihre WM-Tickets direkt aus der Geschäftsstelle abholen. In ganz Europa arbeitete die Polizei mit den Vereinen zusammen, um die Ausreise der Hooligans zu verhindern- hier hingegen wurde wahrscheinlich noch ein kleines Schleifchen um die Eintrittskarten gebunden. Der Chef der Barras von Boca, der "12", heisst Rafa Di Zeo und ist ein heimlicher Star, gibt Interviews und wird von Paparazzi verfolgt.

Nur leider sucht gerade Interpol nach dem guten Rafa, unter anderem wegen schwerer Körperverlezung und auch wegen eines Todesfalles eines Barras von River. Macri ließ verlauten, dass Di Zeo unter diesen Umständen kein Mitgleid mehr seines Vereines sein könne. Doch noch am gleichen Tag machte der schmale Her mit dem spitzen Schnurbart eine ganze Rolle rückwärts und sagte, dass er wohl doch "Socio" bleiben würde.
Da fragt man sich zurecht, was oder vor allem wer ihn denn innerhalb so kurzer Zeit zum Umdenken gebracht hat. Auch die politische Opposition stellt die Machenschaften des Spitzenkandidaten der Partei "PRO" stark in Frage. Ungeachtet aller Spekulationen ist Macri weiterhin Favorit auf den Posten.
Ironischerweise ist der derzeitige Bildungsminister Daniel Filmus der wohl größte Konkurrent des Wirtschaftsgiganten. Bunter kann Politik nicht sein. Macri ist clever und hat schon vorgesorgt- mit einem Geschenk. Er kaufte mal eben einen der besten Fußballer der Welt ein, damit dieser für ganze vier Monate in seinemVerein spielen kann. Mit Juan Román Riquelme kaufte er DAS Idol ein. Für die Fans von Boca ist "Romi" einer von ihnen- von ganz unten gekommen und nun ein Superstar. Ein geschickter Schachzug, wenn man bedenkt, dass ungefähr ein Drittel aller Argentinier Anhänger von Boca sind. Die Frage, ob die Mischung aus Korruption, Fußball und Effekthascherei den etwas blassen Filmus besiegen, der für Werte wie Kultur, Bildung und Moral steht. Wie schon gesagt besser kann ein Wahlkampf eigentlich nicht sein, Spannung ist garantiert.März 20, 2007
Nur der Asphalt und ich
März 13, 2007
Reisebericht: zweiter Teil
Wieder in Buenos Aires angekommen blieben wir den Rest der Reise in der Hauptstadt. Glücklicherweise spielten die Estudiantes auf einem Montag in La Plata, sodass wir auch die Gelegenheit nutzen konnten, um uns ein Fußballspiel anzuschauen.
März 01, 2007
Karneval in....Gualeguaychú
Doch wie schon erwähnt, der Hochsommer ist vorbei und die Temperaturen normalisieren sich wieder. Meine Eltern haben die Urlaubszeit auch genutzt und haben mich besucht. Es waren zwar nur 2 Wochen, dennoch haben wir einiges gesehen und uns gut erholt. Für alle, die überlegen nach Argentinien zu fliegen um dort Urlaub zu machen: plant auf jeden Fall mehr als 2 Wochen ein. Das Land ist so riesig, sodass man einfach die besten Sachen gar nicht sehen kann, weil man keine Zeit hat. Für meine Eltern habe ich als Reiseleiter eine kleine Tour zusammen gestellt, damit sie und ich auch mal endlich was vom Land sehen können.
Nachdem ich meine Eltern am Flughafen abgeholt hatte, sind wir gleich nach La Plata gefahren und sind für zwei weitere Tage hier geblieben. Nach der Ankunft am nächsten Tag sind wir ein wenig durch die Stadt gelaufen und haben uns abends mit ein Paar Leuten getroffen.
Wie es der Zufall so will, haben meine Mutter und Sandra am gleichen Tag Geburtstag und der fiel genau auf diesen ersten Tag. Ihnen zu Ehren haben wir ein Asado gemacht und so konnten meine Eltern, das erste Mal das so berühmte argentinische Fleisch probieren. Am Samstag sind wir dann mit dem Bus nach Gualeguaychú gefahren.
Das liegt fast genau an der Grenze zu Uruguay und ist die Hauptstadt des argentinischen Karnevals. Da wir noch niemals einen richtigen Karneval erlebt haben, habe ich mir gedacht, dass ich dort hin muss und meine Eltern sind natürlich gerne mitgekommen.
Nach 4 1/2 Stunden Busfahrt sind wir in dem kleinen Städtchen angekommen und noch ein wenig durch die Gegend gelaufen, in eine Therme gegangen und haben etwas gegessen. Abends um 22.00 Uhr ging dann auch der Umzug los.
Insgesamt sind drei verschiedene Karnevalsvereine aufgetreten, die unter sich den Titel ausmachen, wer sich ein Jahr lang Karnevalsmeister nennen darf. Alle unterscheiden sich in ihrer Musik, ihren Kostümen und der ganzen Choreografie.
Alles in Allem ein sehr schönes, farbenfrohes und neuartiges Erlebnis für uns drei preussischen Karnevalsmuffel. Wer den Titel in diesem Jahr gewonnen hat, weiss ich leider nicht.
Um 2 Uhr morgens war der ganze Spass dann leider auch schon wieder vorbei und wir sind wieder nach La Plata gefahren, von wo aus wir am nächsten Tag in die Weinprovinz Mendoza gefahren sind, doch dazu kommt später noch was.
Februar 26, 2007
Ersatz - beziehungsweise Zusatzfreu(n)de
Deswegen dachte ich mir ich nutze die Gelegenheit, euch einige meiner lieben Ersatzfreunde vorzustellen, damit ihr wisst, dass ihr hier würdig vertreten werdet. Im letzten Semester ist es mit den Freundschaften etwas langsam angelaufen, gerade weil die informelle Spontanität der Amis nicht ganz so mein Fall ist. Wie ihr euch vielleicht erinnert, war ich dann hauptsächlich mit den anderen "Europäern" unterwegs. Nur leider sind die all nur für ein halbes Jahr hier gewesen und somit hatte ich etwas Sorgen, dass die "Suche" wieder von vorn los geht. Nachdem ich hier aber anscheinend doch ein bisschen zu hause bin, hat sich das Problem von alleine erledigt und ich kann mich nicht über einsame Samstagabende vorm TV beschweren (es sei denn ich will es nicht anders).

Vom letzten Semester übrig geblieben sind Katherine (siehe Beitrag zu Smoothie Night im September) und Kirsten (rechts auf dem Foto). Mit Kirsten treffe ich mich regelmäßig zum Kaffee im Soma und dann quatschen wir einfach mal so für ein oder zwei Stunden. Sie geht hoffentlich im Sommer in die Provence, um dort Englisch zu unterrichten.
Im letzten Semester habe ich auch schon ab und zu mal was mit Shanna und Shravan gemacht
, doch da Shravan jetzt beim Praktikum mein neuer Arbeitskollege ist, sehen wir uns einfach viel häufiger. Die beiden laden mich immer zu interessanten Veranstaltungen wie zur Neujahrsfeier im tibetanischen Kloster, zum unitarischem Gottesdienst oder indischem Essen ein. Da Shannas Familie auch in Michigan lebt, sind wir schon ein paar Mal zusammen gefahren und konnten uns besser kennen lernen, was aufgrund des begrenzten Zeitraums zu den größten Freundschaftproblemen gehört.Shanna studiert Political Science (PolScie) und das Department ist bekannt d
afür sehr integrativ und aktiv zu sein, so dass wir (die Deutschen) eigentlich bei jeder Party mit eingeladen sind. So habe ich dadurch unter anderem Rebekah, eine
andere Freundin (Foto mit neuem Freund Andreas) und James kennen gelernt. Mit Rebekah kann man so richtig Mädchensachen machen: Filme gucken, Eisessen, Coctails trinken. Mit James (Foto links) mache ich erst neuerdings ab und zu mal was. Er ist mitte vierzig und hat schon eine zehn-jährige Tochter, aber er hat immer viel zu erzählen, weil wir beide Kunst- und Literaturfans sind und uns gemeinsam Veranstaltungen anschauen. Es ist außerdem spannend Beziehungs-und Lebensfragen von so unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren.
A propos Kunst, mein Kurs in bei der Fine Art hat mir Zugang zu einem weiteren Freundeskreis von Künstlern und Kunstgeschichtlern verschafft. Kate (rechts außen) hat mich nach einem unserer Seminare angesprochen und seit dem essen wir gemeinsam Mittag und gehen freitags immer zu den Austellungseröffnungen. Durch sie habe ich dann die ganzen anderen Grad-Students kennen gelernt und so auch endlich meinen weiblichen Freundeskreis vergrößert, was Freundschaftsprolem Nummer 2 erleichtert.
Zu diesem gehört auch Jennifer (hier mit ihrem ecuadorianischen Verlobten Marcello). Jen macht ein Praktikum im International Center, aber wir sind auch zusammen im Spanisch Conversation Club und beim Tutoring. Wir sind uns sehr ähnlich, was manchmal schon fast gruselig ist, aber sie ist definitiv eine Freundin mit der man lachen und weinen kann.Wenn ich über Freunde schreibe, kann ich natürlich auch meinen Nachbarn Jim nicht verge
ssen. Ohne ihn wäre ich hier manchmal ganz schön aufgeschmissen. Er hilft mir einfach immer, egal mit was. Wenn ich Langeweile habe, dann gehe ich einfach rüber und schau mit ihm, Sandy (seinem britischen Mitbewohner), Katze Molly und Hund Casey fern. Unsere Freundschaft ist absolut alltäglich, fast jeden Abend fahren wir zum Beispiel gemeinsam oder zu dritt vom Campus nach hause und so ist immer jemand da, dem man von seinem Tag erzählen kann.Auf dem ersten Foto oben links seht ihr ein paar der anderen Deutschen die hier sind (Lisa, Sue und Vera) und ein paar andere Bekannte, wie Amanda, die ich erst vor ein paar Wochen kennen gelernt habe. Wir "Germans" treffen uns ab und zu mal zum Kaffee, Bier oder zum Feiern. Es ist echt merkwürdig, wie man sich nach einer Weile so verbunden fühlt, mit Leuten, mit denen man wenig gemeinsam hat. Das Foto ist von meinem Valentinsdinner und zeigt aber auch, dass an diesem Abend genauso viele neue wie alte Bekannte da waren. Das Schöne ist das ich mittlerweile ständig neue nette Leute kennenlernen, aber wie das so ist, passiert das ja immer dann, wenn man nicht mehr damit rechnet.
Februar 20, 2007
Februar 02, 2007
2/3 Winterblues
Ein Jahr älter, ein Jahr mehr im Kalender, und draußen ist die Temperaturgrenze von ein Grad Celsius längst unterschritten. Die Euphorie der guten Vorsätze hat nachgelassen und das Semester richtig angefangen. Da wünscht man sich doch wie ein Bär in den Winterschlaf, was in English übrigens hibernation heißt, verfallen zu können, die Decke über den Kopf zu ziehen und erst wieder aus dem Bett zu kriechen, wenn draußen mindesten 10 Grad und Sonnenschein sind.Zum Glück haben auch die Hälfte aller bekannten Murmeltiere am 2. Februar zum Groundhog Day gesagt, dass bald Frühling wird. Wie ich herausgefefunden habe, gibt es etwa zwei Duzend berühmete Murmeltiere, die besonders gut voraus sagen können. Für alle, für die dieser Brauch auch neu ist: Wenn an diesem Tag das Murmeltier aus seiner Höhle kommt und draußen bleibt, wird es bald warm. Wenn es aber rauskommt und aufgrund von Lichtverhältnissen seinen eigenen Schatten sieht, sich erschrickt und sich wieder versteckt, dann sind mindestens noch 6 Wochen Winter. Berühmte Murmeltiere sind zum Beispiel Punxsutawney Phil in Philadelphia, Balzac Billy, General Beauregard Lee, Jimmy the Groundhog in Wisconsin, Shubenacadie Sam in Neuschottland, Staten Island Chuck und Wiarton Willie in Kanada. Dieses Jahr haben sieben von ihnen voraus gesagt, dass es bald Frühling wird und nur Dunkirk Dave, Jimmy the Groundhog und PeeWee haben sich erschrocken.


